Presseaussendung

JVP will sinnvolle Hilfe für jugendliche Straftäter - Ausbildung statt Zuchthaus!

Die Junge ÖVP Oberösterreich kritisiert die Forderung des BZÖ Oberösterreich nach Straferziehungslagern für jugendliche Straftäter und warnt vor übertriebener "law and order Politik". Härtere Strafen schrecken Jugendliche nicht ab, daher sind auch Erziehungscamps nicht sinnvoll.

Folgen werden während strafbarer Handlung nicht bedacht
Der Umstand der ansteigenden Kriminalitätsrate darf keinesfalls schöngeredet und bagatellisiert werden. Höhere Strafen für Jugendliche und Erziehungslager sind aber absolut ungeeignet, diese Entwicklung zu bremsen. "Schon der Hausverstand sagt einem, dass im Zeitpunkt einer strafbaren Handlung nie die Folgen bedacht werden. Gefährdete Jugendliche werden daher durch härtere Strafen von einer Dummheit sicher nicht abgehalten“, so JVP-Landesobmann LAbg. Mag. Bernhard Baier.

Bei Freiheitsentzug Ausbildung vorantreiben
Bei straffälligen Jugendlichen ist die Wiedergutmachung die beste Sanktionsmöglichkeit. Für die JVP ist daher der bestehende außergerichtliche Tatausgleich bei Jugendlichen der richtige Weg und sollte fortgesetzt werden. Falls der Freiheitsentzug aufgrund eines verwirklichten Tatbestandes tatsächlich unumgänglich ist, muss unbedingt über die Art und Weise des Strafvollzuges nachgedacht werden.

"Es ist tragisch genug, wenn gerade ein junger Mensch ins Gefängnis muss, dann haben wir aber als Politiker den Auftrag über die Wiedereingliederung in die Gesellschaft nachzudenken. Im Falle einer Haftstrafe sollte den straffällig gewordenen Jugendlichen die Chance gegeben werden, in dieser Zeit eine berufliche Aus- und Weiterbildung zu erwerben. Die Wiedereingliederung könne damit vielfach besser gelingen“, betont JVP Landesobmann LAbg. Mag. Bernhard Baier.

Ein deutsches Beispiel zeigt vor, wie es gehen kann: Im Seehaus Leonberg wohnen, arbeiten und lernen straffällige Jugendliche gemeinsam.1 Gerade bei jugendlichen Straftätern muss, in den Augen der JVP, ein besonderes Augenmerk auf deren Eingliederung in Beruf und Gesellschaft nach dem Strafvollzug gelegt werden.

Die Junge ÖVP Oberösterreich fordert:

  • Solide Ausbildung aller Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr.
  • Schule muss ihren Erziehungsauftrag ernst nehmen und Kontakt zu den Erziehungsberechtigten suchen.
  • Entsprechende Förderung und Unterstützung von Jugendzentren und anderen Einrichtungen, die Jugendarbeit betreiben.
  • Verstärkter Einsatz von Sozialarbeitern.
  • Konfliktmanagement als Unterrichtsprinzip
  • Jugendlichen während des Strafvollzugs die Möglichkeit einer fundierten Ausbildung geben.
  • Maßnahmen um Jugendliche nach dem Vollzug wieder in Beruf und Gesellschaft einzugliedern.

1 Quelle: http://www.prisma-jugendhilfe.de/

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