Presseaussendung

Ein Studienplatz ist zu wertvoll, um damit zu experimentieren!

Etwa 11.670 Euro kostet den Staat ein Studienplatz pro Jahr (Quelle: Universitätsbericht 2014). Seit dem heurigen Jahr verlangen die meisten österreichischen Universitäten die Zahlung einer Prüfungsgebühr in Höhe von 50 Euro für die Anmeldung zu einem Studium,...

das ab einer gewissen Zahl an Anmeldungen Aufnahmeprüfungen erfordert (z. B. in Linz in den sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fächern). Durch diese Maßnahme wurde die Zahl der Anmeldungen in den Wirtschaftswissenschaften von 732 im Jahr 2015 auf 424 im Jahr 2016 reduziert. Die JVP OÖ begrüßt diesen Trend und Entschluss der JKU.

„Angehende Studierende und Maturanten sind in einem Alter, in dem man Verantwortung für seine Handlungen übernehmen muss. In den letzten Jahren war es oft der Fall, dass sich zu viele Jugendliche für einen Studienplatz angemeldet haben und schlichtweg nicht zur Aufnahmeprüfung erschienen sind. Der Staat bleibt dabei auf den Kosten der entsprechenden Vorbereitungen sitzen. Bei einer Anmeldegebühr von 50 Euro überlegt man sich zwei Mal, ob man sich einfach anmeldet – unabhängig von den eigenen Ambitionen den Studienabschluss zu verfolgen. Wir sind deshalb fest davon überzeugt, dass die 50 Euro kein soziales Hindernis sind, ein Studium zu beginnen. Gerade in Zeiten ohne Studiengebühren sind diese für einen angehenden Studenten durchaus verkraftbar. Ein Studienplatz ist zu wertvoll, um damit zu experimentieren“, sagt JVP-Landesgeschäftsführer Mag. Florian Hiegelsberger.

Die JVP OÖ betont die Wichtigkeit von Zulassungsvoraussetzungen an den österreichischen Universitäten, wie sie an den Fachhochschulen (FH) bereits gelebt werden. „Es muss uns gelingen, die richtigen Studien mit den richtigen Studierenden zusammen zu führen.  Es geht dabei einerseits um die fachliche Eignung, aber auch die persönliche Eignung in Bezug auf Interessen und Talente. Langfristig muss das Ziel sein, die Prüfungsaktivität der Studierenden anzuheben“, so Hiegelsberger.


Foto: JKU

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